Darkfall – Road To Redemption

Die österreichische Band Darkfall zieht in oft wechselnder Besetzung schon seit 1995 durch die Lande. Trotz einem enormen Verschleiß an Bandmitgliedern ist die Gruppe aber nie zum Erliegen gekommen.

Mit einem – mal wieder – erneuerten Lineup bringen Darkfall am 24. Mai ihr neues Album „Road To Redemption“ auf den Markt. Geboten wird eine wuchtige Mischung aus Thrash- und Death Metal.
darkfall - road to redemption
„Road To Redemption“ ist mit gut 53 Minuten Laufzeit recht umfangreich geworden. Der Sound von Darkfall bewegt sich wie erwähnt irgendwo zwischen Thrash- und Death Metal. Im herben Grundgerüst, den vielen Blastbeats und dem sehr kräftigen Gesamteindruck der Platte spiegelt sich die Thrash-Note der Band wieder. Auf der anderen Seite haben bei Darkfall auch melodische, lupenrein ausgearbeitete Gitarrensoli ihren Platz, wie sie oft im Melodic Death Metal Verwendung finden.

Von der Umsetzung her ist „Road To Redemption“ im Prinzip ein Oldschool-Album. Darkfall konzentrieren sich voll und ganz auf die Grundfesten des Genres, ohne moderne Einflüsse zu verwenden oder merklich von ihrem Konzept abzuweichen. Zwar benutzen die Österreicher gerne Samples irgendwelcher Geräusche wie Schüsse oder Wettereffekte, rein musikalisch gesehen gehen sie aber sehr geradlinig vor. Dass in „Kill The Need MMXIII“ auch mal ein Klavier zum Einsatz kommt ist da schon die Ausnahme, ansonsten konzentriert sich die Band voll auf die Metal-Instrumente.

Trotz dieser sehr klassischen Herangehensweise bieten Darkfall den Hörern durchaus auch Abwechslung. Die Band bietet ein breites Geschwindigkeitsspektrum, das sie von langsamen Passagen bin hin zu kompromisslosem Blastbeat-Feuer voll ausreizt. Mit den gut gelungenen Einlagen der Melodiegitarre wird das Klangbild ebenfalls lebhaft gehalten. Der Gesang ist demgegenüber recht gleichmäßig geraten, fügt sich aber gut in sowohl härtere als auch langsamere Passagen ein. Insgesamt steht „Road To Redemption“ in Sachen Vielfalt für ein Oldschool-Album wirklich gut dar.

Echte Hits im Sinne von Ohrwurm-Melodien oder denkwürdigen Refrains sollte man von Darkfall hingegen nicht erwarten. Hierfür ist die Band dann doch zu geradlinig. Wirklich markante Momente oder echte Höhepunkte findet man auf „Road To Redemption“ deshalb eher nicht – Darkfall sind eben keine reine Melodic-Death-Metal-Band. Dafür bietet das Album den Hörern ein stimmungs- und schwungvolles Konzept mit eben solcher Umsetzung.

Fazit

Ein ordentliches, angenehm kraftvolles Album.

Punkte: 7.5 / 10

 

Rezension: Stefan Frühauf, Stefan(at)dark-festivals.de

Ein Gedanke zu „Darkfall – Road To Redemption

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