Lonewolf – The Fourth And Final Horseman

Vor wenigen Tagen ist mit “The Fourth And Final Horseman” das neunte Studioalbum der französischen Power-Metal-Formation Lonewolf erschienen. Auf ihrem zweite Album unter der Führung von Napalm Records setzen Lonewolf auf Altbewährtes.

Reicht es zum richtigen Knaller?

lonewolf - the fourth and final horseman

Lonewolf haben bei “The Fourth And Final Horseman” zehn Stücke mit einer Gesamtspielzeit von 51 Minuten auf die Scheibe gezaubert. Geboten wird wie gewohnt Power Metal.

Stilistisch erfinden sich Lonewolf mit ihrem Album nicht neu, im Gegenteil. Man setzt auf einen bewährten, knackigen und schnellen Power-Metal-Sound, im Allgemeinen wohl sehr von Blind Guardian geprägt. Schnelle und ruhige Teilstücke wechseln sich ausgewogen ab. Insbesondere zu Beginn der einzelnen Titel wird man mitunter gedanklich auf eine Ballade vorbereitet, erhält dann jedoch einen knackigen und druckvollen Power-Metal-Song.

Eindrucksvoll ist die Rückkehr zu den klassischen Metal-Soli auf der Gitarre, ein Wechsel aus schnellen Shred-Teilen und harmonischen Melodieläufen, die im Allgemeinen auch als Begleitung zu Gesang und Rhythmusgitarre taugen. Die Rhythmusgitarre spielt im Regelfall schnelle und rhythmische Begleitstimmen. Der Bass fällt leider selten als eigenständiges Instrument auf und hebt sich kaum vom restlichen Klangbild ab.

Bei den Drums hat man ganze Arbeit geleistet. Flotte und eingängige Rhythmen erzeugen durch plötzliche Wechsel und einen hohen Einsatz der Becken ein abgerundetes und imposantes Gesamtbild. Gelungen ist auch das Songwriting, das auch mit dem ein oder anderen Ohrwurm aufwartet.

Ein Kritikpunkt ist hingegen der Gesang. Zwar ist ein Wiedererkennungswert vorhanden, jedoch verrutscht insbesondere bei etwas anspruchsvolleren Teilen die Tonart oder es fehlt am nötigen Volumen –  oftmals auch eine Kombination aus beidem.

Hervorzuheben sind dagegen die exzellente Mischtechnik und das hervorragende Mastering. Die Techniker haben ganze Arbeit geleistet, mit dem Ergebnis, dass ein angenehmes Klangspektrum von klaren Höhen bis zu diffusem und dröhnendem Bass vorliegt.

Fazit

“The Fourth And Final Horseman” ist ein gutes Album und für Power-Metal-Fans eine echte Empfehlung. Wenn an der einen oder anderen Schraube noch etwas gedreht wird, müssen sich Lonewolf auch nicht vor großen Bands wie Blind Guardian verstecken.

Punkte: 8 / 10

 

Rezension: Florian Hans