Cumulo Nimbus – Totensonntag

Am 9. Oktober veröffentlicht die bayerische Mittelalter-Rock-Band Cumulo Nimbus ihr drittes Album “Totensonntag”.

Wie das Werk sich anhört erfahrt ihr in unserer Rezension.

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“Totensonntag” umfasst inklusive Intro elf Tracks mit einer Gesamtspielzeit von gut 45 Minuten. Gesungen wird ausschließlich in deutscher Sprache.

Auf der CD-Hülle prangt in Großbuchstaben die irreführende musikalische Selbstbezeichnung Renaissance Metal. Hört sich gut an, ist aber einfach nicht wahr. Metal ist einer der letzten Begriffe, mit dem man die Musik von Cumulo Nimbus bezeichnen könnte. Vielmehr handelt es sich bei dieser schlicht und einfach um Mittelalter-Rock. Nicht mehr und auch nicht weniger.

Nach dem Intro (“Dämmerung”) beginnt das Album mit “Carpe Noctem”, einer schnellen, stimmungsvollen Nummer. Anschließend wird das Tempo in “Knochenmann” und “Totensonntag” gedrosselt. Den Vergleich dieser ersten drei Stücke entscheidet das schnelle “Carpe Noctem” deutlich für sich, die langsameren Stücke reißen trotz gelungener Refrains weniger mit. An Mittelalter-Instrumenten sind stets Geige und diverse Flöten zu hören.

Das nächste Stück “Alte Mühle” lässt mit einer hervorstechenden Inszenierung aufhorchen, denn am Anfang des Titels wird eine abgewandelte Version des Gedichtes “Das zerbrochene Ringlein” von Joseph von Eichendorff vorgetragen. Im weiteren Verlauf des Albums fallen vor allem das gelungene Akustikstück “Blutrote Segel” und das kurze, instrumentale “Irrfahrt” auf.

Musikalisch können Cumulo Nimbus jederzeit überzeugen, man würde sich nur wünschen, dass sie ihr Potential auch öfter ausschöpfen und mehr schnellere Stücke vom Schlage von “Carpe Noctem” oder “Aderlass” wagen. Damit keine Missverständnisse entstehen: Gewiss sind auch die langsameren Stücke auf “Totensonntag” gut, nur etwas mehr Stimmung an der ein oder anderen Ecke hätte es ruhig sein dürfen.

Fazit

“Totensonntag” spielt nicht in der aller ersten Riege seines Genres mit, ist aber dennoch eine lohnendes Album für Mittelalter-Rock-Fans.

 

Rezension: Stefan Frühauf, Stefan(at)dark-festivals.de