Saltatio Mortis – Wer Wind Saet

Mit ihren Alben „Des Königs Henker“ (2005) und „Aus der Asche“ (2007) ist die Mittelalter-Rock-Band Saltatio Mortis in die Königsklasse ihres Genres vorgedrungen.

Am 28. August erscheint nun unter dem Titel „Wer Wind Saet“ das neue, nunmehr siebente Album der Band.

Ob es das Niveau der Vorgängeralben halten kann, erfahrt ihr in dieser Rezension.

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„Wer Wind Saet“ umfast zwölf Musikstücke mit einer Gesamtspielzeit von 52 Minuten. Die Liedsprache ist zumeist Deutsch, nur ein Stück („La Jument De Michao“) wird in französischer Sprache gesungen.Das Album stellt sich insgesamt etwas düsterer dar als dies noch beim Vorgänger der Fall war. So sparen Saltatio Mortis dieses Mal die Hymnen von Freiheit und Lebensfreude ein, die es auf „Aus der Asche“ mit Stücken wie „Spielmannsschwur“ oder „Uns gehört die Welt“ noch gab.

An der musikalischen Machart der Musik ändert der verhaltenere Grundton aber wenig. Das Konzept der eingängigen Refrains und der Tauglichkeit zum Mitsingen besteht weiterhin.

Seinen Anfang findet „Wer Wind Saet“ im der atmosphärisch gehaltenen Mid-Tempo-Nummer „Ebenbild“, zu der auch ein Musikvideo existiert.

Im Anschluss lässt das Stück „Salome“, einer der stärksten Tracks des Albums, die Hörer aufhorchen. Der Titel behandelt die biblische Erzählung von Johannes dem Täufer und der Königstochter Salome. Die Mittelalter-Rocker haben aus dieser Vorlage ein Duett gemacht. So steht Sänger Alea als Gastsängerin in „Salome“ die deutsche Rock-Queen Doro Pesch zur Seite. Das energiegeladene Stück verfügt auch noch über einen hervorragend zum Mitsingen geeigneten Refrain und wird sich live wohl einiger Popularität erfreuen.

Der dritte Track ist das französische Stück „La Jument De Michao“, das historischen Ursprungs ist. Saltatio Mortis machen eine gelungene Rocknummer daraus. Wer eine akustische Umsetzung wie bei „Choix des Dames“ auf dem Vorgängeralbum erwartet hat irrt, ein Akustikstück ist auf „Wer Wind Saet“ nicht vorhanden.

Sehr wohl vorhanden sind mit „Letzte Worte“ und „Aus Träumen Gebaut“ auch wieder zwei Balladen. Im Bezug auf diese werden die Meinungen wohl auseinander gehen. Für die einen sind die Balladen schön und ein Garant für Abwechslung, andere mögen sie als Kitsch ansehen, der dem Album nach einigen rockigen, energiegeladenen Stücken etwas den Wind aus den Segeln nimmt. Musikalisch haben sie wie dem auch sei durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Erwähnt sei auch noch das Stück „Vergessene Götter“, das zu den Höhepunkten des Albums gehört. Nicht zuletzt live werden die Fans diese ebenso tempo- wie stimmungsreiche Hymne lieben.

Saltatio Mortis zeigen sich auch auf „Wer Wind Saet“ gewohnt mitreißend. Zu Dudelsack und Gitarre wird sich auch auf „Wer Wind Saet“ jeder Fan der Band heimisch fühlen.

Fazit

Saltatio Mortis schaffen mit „Wer Wind Saet“ erneut ein Album, an dem jeder Mittelalter-Rock-Fan Gefallen finden wird.

Uneingeschränkt empfehlenswert.

 

Rezension: Stefan Frühauf, Stefan(at)dark-festivals.de