Coppelius – Interview

Schon seit einiger Zeit mischt eine Gruppe von adretten Herren aus dem frühen 19. Jahrhundert die Musikszene auf.

Coppelius lautet der Bandname, unter dem die kultverdächtige Truppe firmiert und mittlerweile ihr drittes Album „Zinnober“ veröffentlicht hat. Bei ihrem neuerlichen Tournee-Auftakt am 30. Oktober stattete ich der Gruppe einen Besuch ab und erkundigte mich nach dem aktuellen Stand der Dinge.

Zum Interview traf ich auf Max Coppella und Comte Caspar, beide Klarinettisten und Sänger der Kapelle.

Diese wussten reichlich Zinnober zu berichten und schenkten sich während der Befragung auch gegenseitig nichts.

Im Folgenden lest ihr ein turbulentes Interview über das neuen Album, die Konzertreisen der Band, Videoaufzeichnungen, das alltägliche Leben und Leiden von Coppelius und vieles weitere nah und fern der Fragestellung.

Viel Vergnügen!

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Comte Caspar: Hochverehrtes Auditorium, herzlich Willkommen zum wunderschönen Interview mit Coppelius auf dark-festivals! Wir sind gespannt auf die erste neugierige Frage, die tiefe Abgründe beleuchten wird. Nicht wahr, Herr Coppella?
Max Coppella: Mitnichten, ich widerspreche Ihnen wie immer.

Comte Caspar: Grundsätzlich, grundsätzlich… Ich übergebe das Wort an den Befrager!

Herr Caspar, Herr Coppella, ich danke Ihnen sehr, dass Sie mir hier zur Verfügung stehen.

Der Titel eures neuen Albums, „Zinnober“, rührt der von der gleichnamigen Romanfigur des E.T.A. Hoffmann her?

Max Coppella: Jawohl! Wie lautet denn die nächste Frage?

Warum habt ihr euer Werk gerade nach dieser Figur benannt?

Max Coppella: Nun, das ist ja schon eine weitaus schwierigere Frage. Die lässt mich die andere Frage von vorhin ein wenig relativieren, beziehungsweise meine Antwort darauf. Vielleicht handelt es sich doch nicht um diese Romanfigur von E.T.A. Hoffmann. Vielleicht handelt es sich einfach nur um einen guten alten Freund von unserem guten und liebenswerten Diener Bastille. Er sprach davon, dass er ein Gemälde angefertigt hatte von damals, aus dieser Zeit als er diesen jungen Mann kannte. Ein sehr, sehr, sehr guter Freund muss es von ihm gewesen sein, wir haben ihn leider nicht kennen gelernt. Allerdings wissen Sie vielleicht, dass das Wort Zinnober noch viele, viele andere Bedeutungen hat und aus diesem Grunde kann ich diese beiden Fragen nun leider doch nicht beantworten.

Dann wird Ihnen vielleicht die dritte Frage mehr zusagen, die sich mit den weiteren Bedeutungen des Wortes Zinnober beschäftigt. (Caspar amüsiert sich über Coppellas Verdruss) So bezeichnet man als Zinnober im Volksmunde auch ein unnützes Aufsehen. Hatten Sie keine Bedenken, man könnte den Titel Ihres neuen Albums missinterpretieren?

Max Coppella: Wir hatten natürlich Angst, dass man es richtig interpretieren könnte. Wir freuen uns darüber, wenn es missinterpretiert wird. Nicht wahr, le Comte?

Comte Caspar: Hören Sie nicht darauf, was der Herr Coppella Ihnen erzählt! Es ist alles nur auf ihn gemünzt, zu seinem eigenen Vorteil, er möchte sich gut darstellen. Natürlich muss man ein gewisses Mysterium behalten in einem Albumnamen und Sie sollten sich Ihren Reim darauf lieber selber machen. Vor allen Dingen ist das besser als auf Herrn Coppella zu hören!

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 Mit zeitgemäßer Technik wurden Comte Caspar

Was bereitete euch die größte Schwierigkeit im Schaffensprozess des neuen Albums?

Comte Caspar: Wir selbst.

Max Coppella: Sie wissen vielleicht, man ist sich selbst am meisten im Wege. Ich bin mir selbst natürlich nicht im Wege, aber diese anderen Subjekte von Coppelius sind mir meistens so stark im Wege, dass ich regelmäßig die Aufnahmesituationen verlasse um dann die Sache sich selbst zu überlassen und dementsprechend wird es auch nie so wie ich es mir vorstelle.

Standen Ihnen die Herren Sissy Voss und Nobusama denn ebenfalls im Wege? So fällt doch bei Betrachten der Liedliste auf, dass diese weder am Komponieren noch Texten eines der Stücke beteiligt waren.

Comte Caspar: Bassisten und Schlagzeuger komponieren? Na so weit kommt es wohl noch!

Max Coppella: Ja wissen Sie, die beiden haben natürlich komponiert, aber der le Comte hat einfach ihre Kompositionen für sich beansprucht und einfach seinen Namen darunter gekritzelt und dementsprechend sind auch diese Stücke geworden – viel, viel, viel besser als seine eigenen sonst wären!

An den Texten mitgewirkt hat auch eure Krämerin Kunigunde van Heller, die den Text zu „Der Handschuh“ geschrieben hat. Kommt es in Zukunft öfter vor, dass sich andere Personen als die Herren selbst am Texten der Lieder beteiligen?

Max Coppella: Wer aufmerksam recherchiert hat weiß sicherlich, dass wir das schon einmal getan haben. Wissen Sie, die Texte sind für uns gar nicht ganz so wichtig in den meisten Fällen, man merkt nämlich immer wieder, dass das Publikum letzten Endes ganz spät merkt worum es eigentlich in den Titeln geht.

Comte Caspar: Wissen Sie, das ist eigentlich bei jedem Lied unterschiedlich. Wenn Sie wollen können Sie selber gerne mal einen Liedtext schreiben, vielleicht vertonen wir ihn ja.

Ja, warum nicht!

In einem eurer neuen Lieder, „Diener 5er Herren“, erhält das Auditorium einen Einblick in den Tagesablauf eures Dieners Bastille. Hat er es tatsächlich so schwer auf dem coppellanischen Herrensitz?

Comte Caspar: Was heißt hier schwer, die paar Sachen wird er ja wohl schaffen? Und Freizeit hat er auch noch.

Das klang etwas anders, ich hatte schon befürchtet…

Comte Caspar: … jaja, der lamentiert nur rum. Der möchte mehr Freizeit haben, der möchte mehr Bezahlung haben, aber das muss man frühzeitig unterbinden!

Max Coppella: Ja wissen Sie, was ich ebenfalls feststellen konnte – und es tut mir sehr leid Ihnen hier Recht geben zu müssen, le Comte – ich finde, dass Bastille viel zu wenig Arbeit hat und wir viel zu viel machen müssen.

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 … und Max Coppella portraitiert.

Nundenn. Auf „Zinnober“ verwendet ihr auch ein Cembalo, das vor allem im Lied „Stetig Fromm“ zu hören ist. Wer hat dieses Instrument eingespielt?

Max Coppella: Wie Sie vielleicht wissen ist das Cembalo ein Instrument welches durch das Klavier abgelöst wurde. Man hatte sich damals über die Erfindung des Klavieres so sehr gefreut, dass man alte Cembali verbrannte. Wir haben eines dieser Cembali gerettet, ein wunderbares Stück von ich würde sagen Mitte des 18. Jahrhunderts, und dieses Stück bei uns in der Besenkammer aufgestellt. Von Zeit zu Zeit haben die Bediensteten darauf gespielt und leider, leider ist es bei unserer letzten Aufnahmesitzung zu „Tumult!“ dazu gekommen, dass wir bei unseren Aufnahmen dieses Cembalo bei unseren Titeln mit drauf hatten nachdem wir bereits eingespielt hatten. Wir mussten dieses Cembalo also irgendwie unterbringen. Da sich die Bediensteten, wie es der Titel „Diener 5er Herren“ über Bastille aussagt, unglaublich beschweren haben wir gemerkt, dass wir dieses Cembalo nicht mehr aus dem Wege räumen können. Es wird immer und immer wieder gespielt, also haben wir es dieses Mal bewusst eingesetzt.

Comte Caspar: Nicht wahr Herr Coppella, das Personal wird immer selbstbewusster? Die werden aufmüpfig.

Max Coppella: Man sprach bereits von einer Butlergewerkschaft! (entsetzt) Einer Dienergewerkschaft!

Comte Caspar: Um Gottes Willen!

Was sind eure persönlichen Lieblingsstücke des neuen Albums?

Comte Caspar: Einen Moment! Sie unterstützen das doch wohl nicht etwa?

Natürlich nicht.

Comte Caspar: … sonst wäre die Befragung sehr schnell zu Ende gewesen.

Dann freue ich mich ja, dass dem nicht der Fall ist. Nundenn, was sind eure persönlichen Lieblingsstücke des neuen Albums?

Max Coppella: Da halten Sie das Mikrofon genau dem richtigen in die Hand, ich habe natürlich keine Lieblingsstücke, ich habe nur Lieder, die ich nicht mag.

Comte Caspar: Nun, natürlich liegen einem die selbst geschrieben Stücke näher am Herzen als die von anderen.

Max Coppella: Also, Sie haben gehört, der le Comte mag auch keine Stücke, er hat auch keins geschrieben, er hat nur seinen Namen druntergeschrieben, ich habe das ja vorhin schon bereits erwähnt.

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Comte Caspar

(Die Türe öffnet sich. Schlagzeuger Nobusama tritt ein und wundert sich, dass eine Befragung im Gange ist.)

Nobusama: Hallo, guten Tag! Entschuldigung!

(Caspar und Coppella weisen Nobusama aus dem Raum)

Lassen Sie uns diese kleine Unterbrechung nutzen um vom „Zinnober“-Fragenteil zum allgemeinen Fragenteil überzugehen…

Comte Caspar: ….Mooooment! Was ist denn Ihr Lieblingsstück?

Mhhh… ich finde das Stück „Gumbagubanga“ sehr ansprechend.

Comte Caspar (zufrieden): Eine sehr gute Wahl!

Weil Ihr es geschrieben habt? (zu Coppella) … oder auch nicht.

Comte Caspar: Ja!

(Coppella lacht in sich hinein)

Comte Caspar: Was gefällt Ihnen daran besonders?

Nun, die Klarinettenmelodie ist sehr eingängig…

Max Coppella (Caspars Zufriedenheit überdrüssig): Sie sind kein Spezialist! Sie haben nichts mit Musik zu tun! Wenn Sie eingängige Melodien mögen, dann müssen sie sich mit anderen Dingen beschäftigen!

Ihr steht am Anfang eurer Konzertreise zum Ruhme des Zinnober. Seid ihr alle bei Kräften und auf die Strapazen der anstehenden Reisen und Konzerte vorbereitet?

Max Coppella: Wir berichteten ja davon, dass bald eine Dienergewerkschaft gegründet werden soll. Das hat Bastille dazu verleitet, immer aufmüpfiger und immer schlecht gelaunter zu werden. Wir werden sehen wie fit Bastille auf der Bühne ist, aber ich kann jetzt schon sagen, dass wir völlig außer Atem sein werden, denn wir sind es schon jetzt.

Comte Caspar: Wir hatten ja jetzt auch eine ganze Weile kein Konzert, nicht wahr? Einen Monat? Zwei Monate? Da kommt man auch schon aus der Übung. Man spürt es also doch, dass man eine Weile nichts getan hat.

Max Coppella: Ja Sie haben vielleicht nichts getan, le Comte. Ich bin natürlich pausenlos am Arbeiten. Wobei, mit Musik hat das natürlich nichts zu tun, aber davon abgesehen, wie ich schon sagte, das was am meisten zu Schaffen macht ist die Aufmüpfigkeit des Dieners.

Comte Caspar: Grundsätzlich muss man sowieso auf der Bühne immer alles geben, egal wie wenig es ist. Das heißt, eigentlich ist es egal wie fit man ist, da man sowieso alles geben muss. Man ist am Ende des Konzertes sowieso völlig erschöpft.

Max Coppella: Und wenn man es vorher schon ist, ist dann entsprechend wenig zu erwarten.

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 Max Coppella

Sagt es euch eher zu in geschlossenen Hallen aufzutreten oder zieht ihr Konzerte an der frischen Luft vor?

Comte Caspar: Seitdem das Rauchverbot endlich durchgesetzt ist, ist es eigentlich egal.

Max Coppella: Das muss ich auch sagen. Am wenigsten gefällt es uns in Räumlichkeiten, die wir in dem Video „Habgier“ betreten mussten. Das war ein Konzert mit gesiebter Luft wenn man das so sagen möchte, in einem als Kerker umgebauten Weinkeller. Das hat uns am wenigsten zugesagt. Wenn es draußen wohl temperiert ist, nicht zu heiß, nicht zu kalt, dann sagt uns natürlich die frische Luft am meisten zu. Mir persönlich jedenfalls, um dem Comte nicht zu nahe treten zu wollen.

Comte Caspar: Hauptsache das Auditorium ist vollzählig, vielzählig und gut gelaunt und jubelt zu den Klarinettensoli… meinen!

Max Coppella: Also ich spiele am liebsten vor dem Spiegel.

Comte Caspar: Das ist doch dasselbe.

Im Dezember des vergangenen Jahres ließet ihr eine eurer Konzertdarbietungen videographisch festhalten. Viele eurer Anhänger treibt die Frage um, wann dieses Werk wohl erscheinen wird?

Comte Caspar: Niemals! Das Material ist unwiederbringlich verloren gegangen.

Wirklich?

(Caspar brummt und schaut zu Coppella.)

Max Coppella (spöttisch): Der le Comte kann schlecht lügen. Wie war noch mal die Frage?

Wann wird die videographische Aufzeichnung eures letztjährigen Dezember-Konzertes in Kaiserslautern erscheinen?

Max Coppella: Jetzt versuchen Sie es noch mal, le Comte!

Comte Caspar: Jetzt haben wir also wirklich lange genug über das Thema gesprochen. Wie ist die nächste Frage?

Max Coppella: Nein, Sie sollten eine klare Antwort darauf geben – es muss nicht die richtige sein.

Comte Caspar (windet sich um die Frage): Nun, ja tatsächlich, es wurde videographisches Material aufgezeichnet, das haben Sie sehr gut erkannt. Sie haben sehr gut recherchiert, ich bin wirklich beeindruckt ob dieser journalistischen Leistung, wirklich prima gemacht!

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 Bitte recht coppelanisch!

Ich werde mal zu einer anderen Frage videographischer Aufzeichnungen übergehen. In den letzten Jahren kam es vor, dass Musikgruppen aus dem düsteralternativen Musikbereich, auch solche, die bereits mit Coppelius die Bühne teilten, sehr erfolgreich an bundesweit ausgestrahlten Musikwettbewerben teilnahmen. Wäre die Teilnahme an einem solchen Song Contest auch für Coppelius denkbar oder wäre das dann doch zu viel der modernen Technik?

Comte Caspar: Sie haben die Sache ja schon beantwortet. Da Coppelius hilft haben alle Kapellen, mit denen wir irgendwie mal zusammen gespielt haben, großen Erfolg. Nur wir nicht.

Max Coppella: Aber es ist nett, dass Sie uns das sagen, denn das haben wir gar nicht gewusst.

Im Hause Coppelius schlug in der Vergangenheit ja der Diebstahl des Zylinder des Grafen Lindorf Wellen…

Comte Caspar: Eine fürchterliche Angelegenheit! Eine große Unverschämtheit! Wie so etwas vorkommen kann, dass sich jemand von der Bühne Sachen klaut! Das ist unvorstellbar, das darf nicht mehr passieren.

Max Coppella: Sie müssen wissen, man hat versucht ihm nun einen neuen Zylinder aufzutreiben beziehungsweise einen neuen anfertigen zu lassen. Die Kosten dafür waren so hoch, dass unsere Gagenforderungen exorbitant explodiert sind und somit viele, viele Konzerte abgesagt werden mussten.

Seid ihr öfter solchen schändlichen Sabotageaktionen ausgesetzt?

Max Coppella: Ich persönlich nur!

Comte Caspar: Nein, zum Glück nicht, sonst müssten wir ernsthafte Konsequenzen in Betracht ziehen. Man könnte die Bühne mit einem Gitter absperren, also natürlich nicht die Bühneninsassen einsperren, sondern die Bühnenvorsassen einsperren, sozusagen ein großer Käfig für das Publikum. Oder vielleicht auch alle anketten, dann spart man sich den Käfig und der Freiheitsdrang wird nicht so sehr beeinträchtigt. Oder eine große Glasscheibe zwischen Publikum und Bühne – ja liebes Auditorium, lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen und überlegen Sie sich das nächste Mal ganz genau ob Sie einen Zylinder von der Bühne mitnehmen oder nicht!

Seht ihr in der Elektrifizierung der Musik immer noch eine kurzlebige Mode?

Comte Caspar: Meinen Sie die galvanische Amplifikation zur Erhöhung der Lautstärke oder die Einspielung von elektronischem Firlefanz?

Letzteres.

Comte Caspar: Ja!

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Unverwechselbar: Coppelius live

Schon seit Anbeginn ihrer musikalischen Tätigkeit zeichnet sich die Gruppe Coppelius durch ihre beständige Kontinuität aus. Von wechseln in der Besetzung war in den letzten Jahrhunderten nichts zu vernehmen. Was ist das Geheimnis eures großen Zusammenhalts?

Max Coppella: Das Geheimnis von großem Zusammenhalt besteht im Grunde genommen immer nur in ausgezeichneten Knebelverträgen.

Comte Caspar: Zusammenhalt? Wie meint er die Frage?

Max Coppella: Es gab keine Umbesetzungen, nur wir waren gemeinsam auf der Bühne.

Comte Caspar: Weil niemand anders das tun wollen würde.

Max Coppella: Sehen Sie, da beginnt der Knebelvertrag schon.

Die letzten Zeilen dieses Interviews gehören euch. Was möchtet ihr der Leserschaft noch sagen?

Comte Caspar: Nun, wenn ich hier eine Liste von Wünschen anführen dürfte, würde glaube ich der Rahmen der Befragung gesprengt. Herr Coppella, fällt Ihnen eine geeignete Zusammenfassung ein? Wir haben doch gerade ein Papier angefertigt auf dem man lesen kann wie Coppelius gedenkt die Welt zu verbessern.

Max Coppella: Ich kann mich nur daran erinnern, dass Sie ein paar Wünsche hatten. Ich kann mich an den letzten Wunsch erinnern, der handelte von Atomen, das sind Dinge von denen ich leider gar nichts verstehe. Aber vielleicht können Sie das kurz erklären.

Comte Caspar: Die Sache mit den Atomen? Eigentlich wollte ich ja nicht politisch werden. Also, diese süßen kleinen Dinger, die die Welt zusammenhalten, da sollte man nicht dran rumspielen und die sollte man nicht kaputt machen. Meine Meinung! Und Sie liebe Hörer sollten es auch nicht tun!

Max Coppella: Und wie war dieser andere Wunsch? Sie wollten den Kollegen von anderen Musikgruppen verbieten, dass sie sich mit zusätzlichen Musiken auf der Bühne selbst versorgen.

Comte Caspar: Natürlich, die elektronischen Firlefanz-Einspieler, die ich wirklich unangebracht finde. Aber das Thema hatten wir ja bereits besprochen, nicht wahr?

Max Coppella: Ja, aber ich fürchte elektronischer Firlefanz ist für viele noch etwas anderes, aber ich glaube jetzt hat es jeder verstanden. Sie sind also dagegen.

Comte Caspar: Natürlich. Vielen Dank Herr Coppella, vielen Dank werter Herr Befrager, Coppelius hilft!

Vielen Dank für das Interview!

Interview: Stefan Frühauf, Stefan(at)dark-festivals.de