Wacken, 30. und 31.07.2015
mit At the Gates, In Extremo, Savatage, Skyline, Trans-Siberian Orchestra, Within Temptation, U.D.O., Opeth, Kvelertak, Oomph!, Queensryche, Mr. Hurley und die Pulveraffen, Pampatut
Der Tag genau heute vor zehn Jahren, der 17.07.2004, markierte für mich ein denkwürdiges, ja wohl auch ein Stück weit wegprägendes Ereignis. An diesem 17.07.2004 traten In Extremo in Zwingenberg auf – für mich mein erstes „richtiges“ Konzert.
Heute veröffentliche ich daher keine Rezension, keinen neutralen Bericht – heute möchte ich aus meiner ganz persönlichen Sicht auf dieses Konzert zurückblicken, das ein einschneidendes Erlebnis meiner Jugend war und in letzter Konsequenz auch meinen späteren Werdegang als Musikjournalist beeinflusst hat.
Michael Rhein alias das letzte Einhorn (In Extremo) und Teufel (Tanzwut) wollen am 1. September zusammen in Berlin auftreten. Die beiden Musiker feiern damit den 20. Geburtstag ihres Spielmannsduos Pullarius Furcillo, mit dem sie Anfang der 90er Jahre über die Marktplätze zogen.
Dass Einhorn und Teufel zusammen auftreten, ist durchaus bemerkenswert. Nach ihrer gemeinsamen Zeit mit Pullarius Furcillo gingen sich die Spielmänner über Jahre aus dem Weg. Einhorn gründete In Extremo während Teufel bei Corvus Corax mitmischte und später Tanzwut aus der Traufe hob. Beide Musiker behaupteten von sich, Erfinder des Mittelalter-Rock zu sein.
Nun haben sie ihren Zwist offenbar beigelegt. Der Eintritt ihres Konzerts kommt einer wohltätigen Organisation zugute.
Drei Jahre ist es her, dass In Extremo, die gemeinhin als Erfinder des Mittelalter-Rock gelten, mit ihrem Album „Sängerkrieg“ auf einen weichgespülten, kommerziell höchst erfolgreichen Kurs einschwenkten und Scharen ihrer alten Fans verprellten.
Nun ist mit „Sterneneisen“ das Nachfolgeralbum von „Sängerkrieg“ erschienen. Was erwartet einen? Ein weiteres angepasstes Soft-Rock-Desaster? Eine glorreiche Rückkehr zu alten Tagen? Etwas ganz anderes? Diese Rezension gibt Aufschluss.
Das spanische Wort „Tranquilo“ lässt sich ins Deutsche übersetzen mit: „beherrscht, besonnen, langsam, ruhig, unerschütterlich“ und noch mit „windstill.“ Wobei gerade das letztere ganz und gar nicht umgesetzt wurde, da das Publikum in der ausverkauften Mechanischen Werkstatt in St. Ingbert am 6. März 2010 den Elementen mehr oder weniger schutzlos ausgeliefert war.
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