Gestern haben wir noch vermeldet, dass der 7er Club in Mannheim sein Spendenziel erreicht hat. Erwartungsgemäß wenden sich nun immer mehr Veranstaltungshäuser mit Spendengesuchen an die Öffentlichkeit.
Mit der Live Music Hall in Mörlenbach-Weiher hat jetzt ein weiterer Spielort in unserem Stammgebiet eine Spendenaktion gestartet. 12.000 € sollen eingesammelt werden, um die finanziellen Folgen der Corona-Krise abzumildern. Nach eigener Aussage muss die Live Music Hall für monatliche Fixkosten von rund 4.000 € aufkommen.
Informationen zur Spendenaktion findet ihr auf live-music-hall-weiher.de .
Am Freitag hatte der 7er Club Mannheim um Spenden gebeten. Nach nur zwei Tagen ist das Spendenziel von 12.500 € nun sogar schon übertroffen worden. Über die Spendenplattform Gofundme wurden bisher fast 15.000 € eingesammelt. Dazu kommen Direktspenden in nicht bekannter Höhe.
Zumindest für den 7er Club sind damit die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise erst einmal aufgefangen. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft noch weitere Konzerthäuser auf Unterstützung angewiesen sein werde. Da aufgrund der Epidemie derzeit keine Veranstaltungen stattfinden können, steht die gesamte Live-Branche vor Verwerfungen.
Die Veranstaltungsverbote aufgrund der Coronavirus-Epidemie stellen Konzertveranstalter vor wirtschaftliche Probleme. Betroffen sind insbesondere die Veranstalter, die Spielorte nicht für einzelne Konzerte anmieten, sondern selbst eine Location betreiben. Die laufenden Kosten sind dort entsprechend höher.
Als einer der ersten Clubs hat nun der 7er Club Mannheim seine Gäste um Hilfe gebeten. Die Betreiber gehen davon aus, „alle Veranstaltungen in den voraussichtlich nächsten drei Monaten“ absagen zu müssen. Die laufenden Kosten von etwa 4.500 € im Monat könne der Club ohne Einnahmen nicht lange decken.
In welcher Form eine Unterstützung von Bund und Ländern erfolgt, sei noch nicht bekannt. Das Aus des Clubs erscheine deshalb möglich. Die Betreiber haben daher eine Spendenkampagne gestartet und wollen 12.500 € einsammeln. Wer sich beteiligen möchte, findet die Spendenaktion und weitere Informationen unter 7er-club.de .
Die zahlreichen coronabedingten Konzertabsagen sind für Fans ärgerlich, für Veranstalter und Bands aber auch finanziell eine große Belastung. Erste Bands versuchen nun, die Lücke durch digitale Konzerte zumindest teilweise zu schließen.
Die Mittelalter-Band Corvus Corax hat nun ebenfalls ein digitales Konzert angekündigt. Es findet in einem Gebäude ihres Tonstudios statt und soll in guter Sendequalität live übertragen werden. Der Stream startet an diesem Samstag (21.03.) um 20 Uhr auf www.corvuscorax.de .
Um Spenden mittels eingebauter Spendenfunktion wird gebeten. Zehn Prozent der Einnahmen gehen an die Tafel „Laib & Seele“ in Berlin-Hermsdorf.
Update 20.03.: Aufgrund der sich zuspitzenden Situation hat die Band das Konzert nun bereits gestern aufgezeichnet. Die Übertragung erfolgt also nicht live. Der Sendetermin bleibt unverändert.
In den vergangenen Tagen wurden bereits viele kleinere Veranstaltungen abgesagt, auch wenn sich die behördlichen Veranstaltungsverbote meist auf Events mit 1.000 oder mehr Besuchern beschränkten.
Inzwischen wurden die behördlichen Anordnungen an den meisten Orten auch offiziell auf Veranstaltungen ab 100 oder teils auch weniger Teilnehmern ausgeweitet. Das Land Hessen hat sein zunächst bis zum 10. April geltendes Veranstaltungsverbot unterdessen bis zum 19. April verlängert. Mehrere Konzerthäuser haben den Betrieb daher vollends eingestellt.
Die Situation aufgrund der Coronavirus-Epidemie verschärft sich. Zur Stunde werden – teils kurzfristig – auch zahlreiche kleinere Veranstaltungen abgesagt. Behördliche Anordnungen betreffen weiterhin an den meisten Orten nur größere Konzerte. Viele Veranstalter und Bands verschieben dennoch vorsorglich auch ihre kleineren Events.
So wurden kurzfristig die für morgen (Samstag) geplanten Veranstaltungen Metal Up Your Life in Darmstadt, Hawk Fest in Wiesloch und Black Silence in Oberhausen abgesagt. Außerdem entfällt das Culthe Fest, das im April hätte in Münster stattfinden sollen. Zur Stunde werden außerdem weitere kleinere Tourneen verschiedenster Bands abgesagt.
Die Batschkapp in Frankfurt hat unterdessen ebenfalls eine erste Reihe an Absagen und Verschiebungen bekannt gegeben und weitere bereits angekündigt. Der Schlachthof in Wiesbaden stellt seinen Betrieb bis zum 10. April vollständig ein. Viele Veranstalter arbeiten derzeit an Ersatzterminen für ihre ausgefallenen Konzerte oder haben diese sogar bereits bekannt gegeben. Unser Veranstaltungskalender wird fortlaufend aktualisiert.
Das Dark Easter Metal Meeting in München und das Metal Franconia Festival in Dettelbach haben offiziell ihre Absage bekannt gegeben. Zunächst war unklar, ob die am Dienstag ergangene Verfügung des Landes Bayern die beiden Festivals betreffen würde.
Beide Veranstaltungen waren daher bis heute noch nicht abgesagt worden. Nachdem sich das nun geändert hat, haben beide Festivals ihre nächstjährigen Termine bekannt gegeben, an denen sie ein gleiches oder gleichwertiges Lineup bieten wollen.
Das Dark Easter Metal Meeting wird am 3. und 4. April 2021, das Metal Franconia Festival am 23. und 24. April 2021 stattfinden.
Heute hat auch das Bundesland Sachsen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern per Erlass untersagt. Wie im Saarland gilt die Anordnung in Sachsen ohne zeitliche Begrenzung. Hessen, das die Absage entsprechender Veranstaltungen bisher nur empfohlen hatte, hat heute ebenfalls einen verbindlichen Erlass erwirkt. In Hessen gibt es mit dem 10. April jedoch ein konkretes Enddatum.
Der Schlachthof Wiesbaden hat daraufhin einige besucherstarke Veranstaltungen abgesagt oder verschoben. Andere Konzerte fallen aus, weil Bands dazu übergehen, ihre gesamten anstehenden Tourneen zu verschieben. Betroffen sind in Wiesbaden unter anderem die Rebellion Tour (15.3.) sowie die Konzerte von Lysistrata (24.3.) und Machine Head (6.5.).
In der Festhalle Frankfurt entfällt das Konzert von Parkway Drive (9.4.). Außerdem werden vereinzelt kleinere Konzerte abgesagt, die weit von 1.000 Besuchern entfernt sind – so zum Beispiel der für diesen Freitag (13.3.) geplante Auftritt von Eisfabrik im Musikclub Das Bett in Frankfurt.
Wir versuchen unseren Eventkalender aktuell zu halten und nehmen Ersatztermine mit auf sobald uns diese bekannt werden.
Nachdem gestern vor allem Bayern und Nordrhein-Westfalen Veranstaltungen untersagt haben, folgen nun immer mehr Bundesländer mit Maßnahmen aufgrund der Coronavirus-Epidemie. Die Vorgehensweise ist dabei weiterhin uneinheitlich.
In Hessen raten zuständige Stellen nun ebenfalls zur Absage von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern. Eine entsprechende Anordnung der Landesregierung gibt es bisher jedoch nicht. Der Schlachthof in Wiesbaden limitiert vorsorglich seine Vorverkaufskontingente, um die Konzerte unter dieser Besucherschwelle zu halten. Den gleichen Weg geht das Heidelberg Deathfest in Baden-Württemberg.
In Rheinland-Pfalz gibt es ebenfalls keine Verordnung auf Landesebene. Die Landesregierung hat hier jedoch empfohlen, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 1.000 Besuchern bis Ende April nicht stattfinden zu lassen. In Andernach strich die Stadtverwaltung inzwischen sogar alle städtischen Kulturveranstaltungen in geschlossenen Räumen – ungeachtet ihrer Größe. So wurde das für diesen Samstag geplante Konzert von Subway to Sally auf den 20. November verschoben.
Wie bereits gestern angekündigt hat das Saarland heute Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen per Verfügung untersagt. Die Garage Saarbrücken sagte in Folge dessen unter anderem die Konzerte von The Sisters of Mercy (21.3.), Mono Inc. (29.3.) und Kreator (18.4.) ab. Nach Ersatzterminen wird gesucht. Da die Verfügung des Saarlandes kein Enddatum trägt, ist die Durchführung des Hexentanz Festivals in Losheim derzeit noch unsicher.
Wie schon befürchtet wurden aufgrund der Coronavirus-Epidemie nun auch zahlreiche Musikveranstaltungen abgesagt. Die Vorgehensweise und der zeitliche Rahmen unterscheiden sich dabei von Bundesland zu Bundesland.
Bayern ging mit einer Allgemeinverfügung der Landesregierung voran und untersagte heute alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern bis zum 19. April. Das Ragnarök Festival in Lichtenfels fällt daher aus. Unklar ist die Situation beim Dark Easter Metal Meeting in München, das unter die genannte Besuchergrenze fallen könnte.
In Nordrhein-Westfalen hat die Landesregierung unterdessen die örtlichen Behörden angewiesen, Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern ebenfalls abzusagen. Kleinere Veranstaltungen sollen diese nach eigenem Ermessen genehmigen oder absagen. Das für diesen Samstag in Oberhausen geplante E-Tropolis Festival wurde aufgrund der Vorgaben bereits auf den 20. Juni verschoben.
Im Saarland wurde die Absage von Veranstaltungen bisher nur empfohlen, aber noch nicht behördlich angeordnet. Am morgigen Mittwoch soll eine Verordnung ähnlich jener in Bayern ergehen. Auch weitere Bundesländer ergreifen derzeit Maßnahmen. Unser Eventkalender dürfte in den kommenden Tagen wenig Grund zur Freude geben.
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