Helrunar: Stellungnahme zu Absagen

Die deutsche Pagan-Metal-Band Helrunar hat aufgrund der Corona-Situation bis auf weiteres alle ihre Auftritte abgesagt. Vom Veranstalter des Fimbul Festivals war die Band dafür gestern kritisiert worden. Nun haben Helrunar selbst eine Stellungnahme zu ihren Konzertabsagen veröffentlicht.

Demnach habe die Band ihre Entscheidung allen Veranstaltern, die es betrifft, einheitlich am vergangenen Sonntag mitgeteilt. Hintergrund sei vor allem, dass zwei der Bandmitglieder im Ausland wohnen, genauer in Norwegen und Schweden. Das finanzielle und organisatorische Risiko sei für Helrunar damit deutlich höher als für andere Bands.

Inzwischen habe Norwegen eine Reisewarnung für Deutschland herausgegeben, was die Ausreise des Helrunar-Gitarristen unmöglich mache. Helrunar sehen sich dadurch in ihrer Entscheidung bestätigt. Außerdem gehörten drei der Helrunar-Musiker zur Corona-Risikogruppe. Auch seien mindestens zwei der Mitglieder in öffentlichen Einrichtungen berufstätig, was bei einer Infektion deren Schließung zur Folge haben könne.

Insgesamt seinen Live-Auftritte für Helrunar daher “zur Zeit weder sinnvoll, noch vernünftig umsetzbar”. Zwischen den Zeilen übt die Band auch Kritik an jenen Veranstaltern, die an der Durchführung ihrer Konzerte festhalten: “Fast alle Veranstalter wurden sich dementsprechend ihrer Verantwortung bewusst, sagten ihre Festivals ab und verschoben sie aufs nächste Jahr.”

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Helrunar

Dieses Jahr keine Großveranstaltungen mehr

Heute fand die Corona-Konferenz von Bundeskanzlerin und Ministerpräsidenten statt, auf der auch über das Verbot von Großveranstaltungen verhandelt wurde. Dieses galt bislang bis Ende Oktober.

Wie aufgrund der steigenden Infektionszahlen zu erwarten war, wurde das Verbot nun bis Ende Dezember verlängert. Verschiedene Veranstalter hatten sich im Vorfeld bereits darauf eingestellt, so hatte zum Beispiel das Knock Out Festival die Bekanntgabe eines Headliners ausgesetzt.

Ab welcher Grenze eine Großveranstaltung vorliegt, bleibt nach wie vor den Bundesländern überlassen. In der Vergangenheit hatte sich praktisch bundesweit ein Grenzwert von 1.000 Besuchern durchgesetzt.

Wie in der heutigen Pressekonferenz mitgeteilt wurde, sollen Veranstaltungen unterhalb dieser Grenze nur dann stattfinden, wenn es das regionale Infektionsgeschehen zulässt. Hygieneauflagen, die oft ähnlich sind, aber nicht überall gleich sein müssen, sind zu beachten.

“Corona ist wieder voll da in Deutschland”, teilte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder mit. Es gelte, einen zweiten Lockdown zu vermeiden.

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Großveranstaltung

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Fimbul Festival: Kurzfristige Änderungen

Der Großteil der für September geplanten Festivals ist längst aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt worden. Eines der wenigen Metal Open Airs, das an der Durchführung festhält und sich den hohen Hygieneauflagen stellt, ist das Fimbul Festival in Sachsen-Anhalt.

Das auf Pagan- und Black Metal spezialisierte Festival wird – falls nichts dazwischenkommt – am 4. und 5. September auf der Schweinsburg in Bornstedt stattfinden. Umso enttäuschter zeigen sich die Veranstalter nun, dass ihnen kurzfristig einer der Headliner von Bord gegangen ist.

Zitat aus der heutigen Stellungnahme: “Trotz, dass wir vor fünf Tagen noch mit Helrunar telefoniert haben und die Situation rund um Corona seit Monaten die selbe ist, haben sie uns vor drei Tagen aus Corona-Gründen abgesagt (…). Wir sind wirklich enttäuscht von dem Handeln der Band.”

Als Ersatz wurde die österreichische Post-Black-Metal-Band Harakiri For The Sky verpflichtet. Das gesamte Lineup und die einzuhaltenden Hygieneauflagen findet ihr unter fimbul-festival.de .

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Helrunar

The Devils Trade – The Call of the Iron Peak

Hinter The Devil’s Trade (das Apostroph kann ich in der Überschrift leider nicht darstellen) verbirgt sich der ungarische Musiker Dávid Makó. Als Ein-Mann-Band mit wahlweise Gitarre oder Banjo macht er minimalistische Musik, die er als Dark Doom Folk bezeichnet.

Dass er kein normaler Folklore-Heini ist, wird spätestens klar wenn man weiß, dass er letztes Jahr die Vorband für Der Weg einer Freiheit gemacht hat. Ja genau, ein Mann mit seinem Banjo als Vorprogramm einer Black-Metal-Band.

Am 28. August erscheint The Devil’s Trades neues Album “The Call of the Iron Peak”. Was steckt dahinter?

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